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Neue OP-Methode

Spitzenchirurgie im Spital Emmental: Dank dem Team der Chirurgischen Kliniken um Prof. Dr. med. Stephan Vorburger ist das einmal mehr Realität.

<p>Neue OP-Methode</p>

Erneut wirkt das Chirurgie-Team um Prof. Stephan Vorburger (rechts im Bild) als Vorreiter bei der Einführung neuer Operationsmethoden in der Schweiz. Bei der unlängst im Spital Burgdorf schweizweit zum ersten Mal durchgeführten peroralen Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen-Entfernung wird das Organ nicht wie üblich via Schnitt im Hals herausgelöst und entfernt, sondern durch den Zugang über die Unterlippe. Der Vorteil für den Patienten: weniger Schmerzen nach der Operation, keine aussen sichtbare Narbe. Die Methode stammt aus Thailand. Dort hat sich Dr. med. Daniel Geissmann (Bildmitte), Stellvertretender Chefarzt Chirurgie, über drei Monate ausbilden lassen.

Prof. Vorburger, Chefarzt Chirurgie und Spezialist für Magen-Darm-Operationen, hat in der Schweiz mit seinem Team in den letzten Jahren drei weitere neue Operationsmethoden der Schlüssellochchirurgie eingeführt:

  • 2012 die 3D-Laparoskopie: Durch kleine Schnitte werden Operations-Instrumente und -Kameras in die Bauchhöhle eingeführt. Der Chirurg verfolgt seine Handgriffe mittels 3D-Brille auf dem Bildschirm. Dreidimensional sieht er besser in die Tiefe als bei der herkömmlichen zweidimensionalen Laparoskopie. Er kann so Distanzen besser einschätzen und insgesamt präziser und entspannter operieren. Der Vorteil für den Patienten ist vor allem die Sicherheit durch geringere Verletzungsgefahr. Insgesamt wird die Operation dadurch auch schneller. In vielen grösseren Kliniken der Schweiz hat sich die 3D-Laparoskopie mittlerweile etabliert.
  • 2013 die Entnahme des Dickdarmes bei Entzündungen einzig über vier kleinste Schnitte. Bei geeigneten Patienten kann dadurch ganz auf Schnitte über 1 cm verzichtet werden. Dadurch haben die Patienten nach der Operation weniger Schmerzen und können auch sofort voll belasten. In der Schweiz bieten etwa fünf Klinken, die auf minimal-invasive Eingriffe spezialisiert sind, diese Methode an.
  • 2015 die  Down-to-up-Operationstechnik: Tumore im Enddarm werden durch zwei Operationsteams gleichzeitig von oben (durch die Bauchdecke) und unten (durch den After) angegangen. Das Krebsgeschwür kann dadurch im sehr engen Enddarm exakter und mit sichererem Abstand vom Krebs entfernt werden. Wichtige Nerven im kleinen Becken können dadurch besser geschont werden. Zudem wird auch die Entfernung aller bösartigen Zellen, die sich schon im Gewebe um den Tumor verteilt haben verbessert. Der Vorteil für den Patienten: bessere Funktion von Enddarm und Blase, Verringerung der Gefahr eines erneuten Auftretens des Krebses, geringere Belastung des Patienten durch kürzere Operations-Zeiten. Die Methode wird durch das Spital Emmental zusammen mit dem Kantonsspital St. Gallen seit drei Jahren europaweit auch anderen Experten gelehrt (unter anderem auch solchen des Inselspitals).   

Artikel in der Berner Zeitung vom 26. November 2018  

Artikel in FokusHealth (20minuten) vom 03. April 2019